ÖL AUF LEINWAND · GRIMMA / MULDENTAL · DATIERT 1924
Frühlingsstraße in Grimma
Sonnige Gasse mit blühendem Obstbaum – ein Kernmotiv aus Artus’ Grimmaer Hochphase
Öl auf Leinwand · unten rechts blau signiert „W. Artus“, datiert „1924“ · Maße im Showroom aufzunehmen
Stil · Impressionismus · 1860–1890
Der fluechtige Augenblick im Licht — lockere Farbtupfer, im Freien gemalt, Stimmung statt Detail.
DAS WERK
Eine sonnige Frühlingsszene in kleinstädtischer Gasse: Im Mittelgrund steht ein üppig weiß blühender Obstbaum vor einem giebelständigen Putz- und Backsteinhaus mit Schornstein. Links staffeln sich weitere Häuser mit roten Ziegeldächern zurück, rechts schließen rotbraune Lattenzäune einen begrünten Hof ab. Eine helle Gasse führt in die Bildmitte, darüber ein klarer Himmel. Der pastose, bewegte Freilichtduktus ist charakteristisch für Artus’ realistisch-freundliche Manier. Die Maße werden im Kodex-Showroom verbindlich erfasst.
KÜNSTLER & SCHULE
Walter Artus (1873 Leipzig – 1945 Grimma) erlernte in Leipzig zunächst die Lithografie und vertiefte seine malerische Ausbildung an der Leipziger Akademie für Grafik und Buchkunst, an der Münchener Akademie sowie in Zeichenkursen. 1914 kam er als technischer Zeichner nach Grimma, 1916 erwarb er das Haus Pulverturmweg 2 mit Atelierblick über das Muldental, das zu seinem Hauptthema wurde. 1921 war er Mitbegründer der Grimmaer Arbeitsgemeinschaft „Zeichnen und Malen“.
BEFUND: SIGNATUR & INSCHRIFTEN
Vorderseitig unten rechts die schreibtypische Pinselsignatur in Blau „W. Artus“, darunter die Jahreszahl „1924“. Diese Form entspricht dokumentierten Werken; auf Unterlagen signierte Artus zuweilen zusätzlich „Walter Artus“. Rückseitig eine schwache Bleistift-Ortsangabe, gelesen als „Grimma“; diese Lesung ist am Original unter Streiflicht und Lupe noch zu sichern. Die Zuschreibung an Walter Artus ist nach Signatur, Datierung und Motivrepertoire gut gestützt und als gesichert anzusehen; ein konkurrierender Maler dieses Namens und Profils ist nicht bekannt.
KUNSTHISTORISCHE EINORDNUNG
Das Bild fällt in Artus’ Grimmaer Hochphase: 1924/25 zeigte er große Verkaufsausstellungen im Rathaussaal. Stadt- und Straßenbilder des Muldentals bilden den Kern seines Schaffens – realistisch-freundlich, freilichtmalerisch, gut verkäuflich. Artus blieb der gegenständlichen sächsischen Landschaftsmalerei verpflichtet, fernab der Avantgarde, und prägte über Jahrzehnte das bildliche Gedächtnis der Region. Das Kreismuseum Grimma bewahrt seinen Nachlass; eine Sonderausstellung 2023 und der Bildband „Walter Artus – Bilder aus dem Muldental“ (über 140 Werke) bezeugen die anhaltende Wertschätzung.
Provenienz & Zustand
Aus regionalem Sammlungszusammenhang (Helmstedt / Braunschweig). Die lückenlose Provenienzkette wird im Kodex-Workflow erfasst und dokumentiert. Vorbesitz und Erwerbsumstände werden, soweit gesichert, im Werkdatenblatt nachgetragen.
420 €
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Kreislauf statt Neuproduktion: Weiterverkauf ohne neue Herstellung. Ehrlich: Verpackung & Versand ca. 0,4 kg CO2e — beim Kauf im Laden Helmstedt entfällt auch das.