KODEX · PORZELLAN-KUNSTGEWERBE · UM 1950
Amphorenvase purpurrot mit Blumenreserve
Weißes Hartporzellan mit purpurnem Aufglasurfond, handgemalter Blumenkartusche und Echt-Gold-Staffage — Manufaktur Lindner, Küps/Bayern
Hartporzellan · purpurner Aufglasurfond · handgemalte Blumenreserve · Echt-Gold-Staffage · vergoldete Voluten-Henkel · Manufaktur Lindner, Küps · um 1950 · Maße am Original aufzunehmen · Zustand gut
Stil · Historismus · 1850–1900
Das 19. Jahrhundert plündert die Stilgeschichte: Neorenaissance, Neobarock, Neorokoko – alte Pracht wird prunkvoll neu aufgelegt.
DAS OBJEKT
Eine repräsentative Amphoren- oder Medici-Vase aus weißem Hartporzellan: Der kelchförmig geweitete Korpus sitzt auf einem eingezogenen Balusterschaft über quadratischer Sockelplatte, flankiert von zwei hoch geschwungenen, voll vergoldeten Voluten-Henkeln. Der Fond leuchtet in kräftigem Purpurrot; dagegen gesetzt eine weiß ausgesparte, von feinem Gold-Arabeskenwerk gerahmte Kartusche mit Blumenbukett. Über Schulter und Lippe ziehen sich vergoldete Bänder, und selbst die Ecken der Sockelplatte tragen kleine gemalte Streublümchen. Ein Schaustück, das ganz auf Fernwirkung und Tafelglanz angelegt ist.
MANUFAKTUR & DATIERUNG
Die Vase stammt aus der Porzellanmanufaktur Lindner in Küps (Oberfranken/Bayern), einem seit den 1930er Jahren für dekoratives Zierporzellan bekannten Haus. Dafür sprechen die unterglasurblaue Manufakturmarke, die eingepresste Formnummer 418 und das Dekorkürzel BD sowie das original erhaltene Goldetikett „Lindner · Küps Bavaria · Echt Gold“. Form, Fondfarbe und Goldfassung verweisen auf die typische Produktion repräsentativer Zierstücke um 1950 — kein Werk des 19. Jahrhunderts, sondern dessen sorgfältige, handwerklich hochwertige Wiederaufnahme.
DEKOR & VORBILD
Das Herzstück ist die handgemalte Blumenreserve in der Tradition der „Deutschen Blume“: ein gebundenes Bukett aus Rose, weißer Päonie, Margerite und Wiesenblumen, locker und naturnah gemalt, wie es die Meißener und Wiener Blumenmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts vorbildhaft prägte. Die individuellen Pinselstriche und feinen Farbverläufe weisen die Malerei als Handarbeit aus, nicht als Abziehbild. Purpurfond, Goldarabesken und die antikisierende Vasenform zitieren bewusst die fürstliche Tafel- und Kaminkultur des Historismus.
ZUSTAND & EINORDNUNG
Der Erhaltungszustand ist gut; Fond, Vergoldung und Blumenmalerei präsentieren sich frisch, das originale Goldetikett ist selten so vollständig erhalten. Als handbemaltes, echt vergoldetes Zierporzellan einer namhaften bayerischen Manufaktur steht die Vase in der gehobenen Sammler- und Geschenkporzellan-Tradition der Nachkriegszeit. Maße werden im Showroom verbindlich erfasst; eine Werteinschätzung erfolgt auf Anfrage.
Provenienz & Zustand
Provenienz: 2018 in Deutschland geerbt, zuvor deutsche Privatsammlung (1968); legaler Erwerb bestätigt. Erworben als Lagerfund. Zustand gut: purpurner Fond, Vergoldung und handgemalte Blumenreserve frisch erhalten, originales „Echt Gold“-Etikett vorhanden. Manufakturmarke (Lindner, Küps), Formnummer 418 und Dekorkürzel BD vorhanden. Maße und Detailzustand am Original final aufzunehmen.
95 €
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Kreislauf statt Neuproduktion: Weiterverkauf ohne neue Herstellung. Ehrlich: Verpackung & Versand ca. 0,4 kg CO2e — beim Kauf im Laden Helmstedt entfällt auch das.