Radierung von 1928, in Bleistift signiert. Das Motiv steht im amtlichen Beschlagnahmeinventar „Entartete Kunst“ (Nr. 7705): Ein Exemplar aus dem Museum für Kunst und Kunstgewerbe Stettin wurde 1937 beschlagnahmt. Ob unser Blatt dieses Exemplar ist, ist nicht belegt.
August Wilhelm Dressler, geboren 1886 in Bergesgrün in Böhmen, gestorben 1970 in Berlin, wo er ein Ehrengrab erhielt. Lithografenlehre in Chemnitz, Studium an den Akademien Dresden und Leipzig. 1924 Mitglied der Berliner Secession, 1925 in der Mannheimer Ausstellung „Neue Sachlichkeit“. 1927 Rom-Preis, 1928 Dürerpreis, 1930/31 Villa Massimo. 1934 bis 1938 lehrte er an den Vereinigten Staatsschulen Berlin; 1937 wurden Werke von ihm in Stettin, Berlin und Leipzig beschlagnahmt, 1938 wurde er entlassen. Viele Arbeiten gingen im Krieg verloren. 1955 Kunstpreis der Stadt Berlin. Werke in der Neuen Nationalgalerie, der Berlinischen Galerie, dem Kupferstichkabinett Berlin, dem Lindenau-Museum Altenburg und der Kunsthalle Mannheim. Sein Nachlass liegt im Deutschen Kunstarchiv Nürnberg.