Eine lange Backsteinmauer läuft in die Tiefe, oben ein grünes Fliesenband, davor allein eine Schneiderpuppe auf ihrem Dreifuß, dahinter ein Laternenmast. In Bleistift signiert „Günter Richter“ und nummeriert 96/100; Titel und Jahr stehen nicht auf dem Blatt, die Datierung 1979 folgt dem Auktionshandel.
Günter Richter, geboren 1933 in Meißen, gestorben 2026 in Leipzig. Lehre als Bossierer in der Porzellanmanufaktur Meißen, 1953 bis 1958 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Bernhard Heisig. Freischaffend in Leipzig, 1972 Mitbegründer der Leipziger Grafikbörse, die er 1976 bis 1982 leitete. 1981 Kunstpreis der Stadt Leipzig, 1987 Kunstpreis der DDR, ab 1990 Dozent an der HGB. Seine Motive sind Fabrikbauten und Fassaden, Drachen und Schaufensterpuppen. Werke in der Nationalgalerie Berlin, im Kupferstich-Kabinett Dresden und im Museum der bildenden Künste Leipzig.

