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Thomasius, Introductio in Philosophiam Moralem – Halle 1706

Thomasius, Introductio in Philosophiam Moralem – Halle 1706

Christian Thomasius (1655–1728)
Buchdruck (Antiqua, Titel in Rot und Schwarz); Kupferstich-Porträt · 1706 · 17,3 × 11,5 × 4,3 cm (Oktav), 460 g · gut
Christiani Thomasii Introductio in Philosophiam Moralem, sive de Arte rationaliter et virtuose amandi, tanquam unica via ad vitam beatam, elegantem ac tranquillam perveniendi. Editio novissima, auctior & correctior. Halae Magdeburgicae, Officina Libraria Rengeriana, 1706. Christian Thomasius (1655–1728) kündigte 1687 in Leipzig als Erster eine Vorlesung auf Deutsch an, wurde 1690 vertrieben und baute in Halle die neue Universität mit auf; 1701 schrieb er gegen die Hexenprozesse. Das Titelblatt führt ihn als Rat der preußischen Majestät und Senior der Juristenfakultät, ihm gegenüber steht sein gestochenes Brustbild in der Allongeperücke. Im Buch stehen zwei Widmungen. Die erste, gedruckte gilt Fürst Johann Georg von Anhalt. Die zweite gilt „Omnibus Veritatis Amantibus“ – allen Wahrheitsliebenden, ausdrücklich der kleinen, unsichtbaren und verachteten Herde; im selben Zug warnt sie Pharisäer und Schriftgelehrte davor, weiterzulesen, damit sie nicht Anlass zu Beschlagnahme und Raserei nehmen. Ein Mann, der wusste, wie sich Zensur anfühlt. EINBAND: weiches Pergament der Zeit ohne Rücken-Titel, Rotschnitt. AM OBJEKT: auf dem Rücken unten mit Feder die alte Bibliothekssignatur „J. IV. 29.“; auf dem vorderen Vorsatz mit Bleistift „Thomasius,“ unterstrichen. Welche Bibliothek die Signatur führte, ist nicht ermittelt – es findet sich weder Stempel noch Exlibris.
Nicht mehr verfügbar
Original · Werk Nr. 437
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