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Bronze-Durchlochaxt mit Tierkopfknauf
BRONZE-DURCHLOCHAXT · KELTISCHER KULTURKREIS · UM 800 V. CHR.

Bronze-Durchlochaxt mit Tierkopfknauf

Massive Schaftlochaxt mit plastischem Widder- oder Pferdekopf am Schaftende - Bodenpatina, gussfrisch belassen, Gebrauchsspuren an der Lochung
Bronzeguss · H 5 · B 15 · T 2 cm · 500 g · Zustand gut · keltischer Kulturkreis, Herkunftsregion Frankreich (lt. Faktenbrief) · Datierung um 800 v. Chr. (Übergang Spätbronze-/Früheisenzeit, Hallstatt-Horizont) · typologische Feineinordnung am Original · Kodex #202
🎧 Die Geschichte zu diesem Stück
„Die Widderkopf-Axt aus dem Hallstatt-Horizont" — aus der Zeit, als Takelothis II. regierte (950 v. Chr.–730 v. Chr.)
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Stil · Bronzezeit · 2200 v.Chr.–800 v.Chr.
Die erste Metall-Epoche: Werkzeuge, Waffen und Schmuck aus Bronze – lange vor Griechen und Römern, mit klaren geometrischen Formen.

DAS OBJEKT

Ein schweres, in der Hand liegendes Stück Bronze: 15 cm breit, eine halbe Kilo schwer, mit durchlochter Schaftaufnahme und breiter, leicht geschwungener Schneide. Am Schaftende ein plastisch ausgearbeiteter Tierkopf - vermutlich ein stilisierter Widder oder ein Pferd - mit deutlichen Augen und Ohren. Grün-braune Bodenpatina, erdige Inkrustationen, Korrosionsnarben. Gussnarbe und feine Asymmetrie der Schneide sind erhalten; keine spätere Überschleifung, keine modernen Bearbeitungsspuren. So kam das Stück aus der Erde.

LEBEN & GEBRAUCH

Eine Axt war im keltischen Alltag Werkzeug und Waffe in einem. Mit ihr fällte und spaltete man Holz für Häuser, Palisaden und Feuer, schlug Felder frei, zimmerte Wagen und Geräte. Dieselbe Hand griff sie im Streit. Bronze war wertvoll, mühsam aus Kupfer und Zinn legiert und über weite Wege gehandelt - eine massive Axt wie diese band echtes Vermögen. Die Abriebspuren an der Lochung erzählen vom täglichen Sitz auf dem Holzschaft: ein Gegenstand, der wirklich benutzt, gepflegt und über Jahre geführt wurde.

BILD & BEDEUTUNG

Der Tierkopf hebt die Axt über bloßes Gerät hinaus. Widder und Pferd zählten zu den machtvollsten Bildern der keltischen Welt: das Pferd Zeichen für Kraft, Sieg und Herrschaft, der Widder für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Ein Werkzeug mit solchem Knauf war Besitz mit Rang - Schutzbild und Standeszeichen zugleich. Wer es führte, trug die Eigenschaften des Tieres sichtbar bei sich. So wurde aus einem Stück Bronze ein persönliches, fast beseeltes Ding.

ZEIT & KULTUR

Um 800 v. Chr. steht Mitteleuropa am Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit, dem Beginn des Hallstatt-Horizonts und der frühen, proto-keltischen Welt. Salzhandel, Metallguss und weite Tauschwege prägten eine selbstbewusste Kriegerelite. In dieser Zeit verbreitet sich im Westen zunehmend die Tüllenaxt; Schaftloch- und Durchlochformen sind als Kontext aus spätbronze- bis früheisenzeitlichen Grab- und Hortfunden Mitteleuropas bekannt - genannt zur Einordnung, nicht als Herkunft dieses Stücks. Die typologische Feineinordnung am Original wird empfohlen; sie verankert das Werk im Kodex-Zeitstrahl und Lexikon.

Provenienz & Zustand

Provenienz nicht dokumentiert; legaler Erwerb vorausgesetzt. Kein Fundort behauptet - genannte Fundstätten dienen ausschließlich als kulturhistorischer Vergleichskontext (KGSG/Kulturgutschutz). Zustand gut: originale Bodenpatina mit Inkrustationen, Korrosionsnarben und Gebrauchsspuren an der Lochung, ungereinigt und nicht überschliffen. Datierung, Kulturzuschreibung und Maße nach Faktenbrief; typologische Bestimmung und ggf. Materialanalyse am Original sind möglich. Für einen höherwertigen Verkauf wird eine fachgutachterliche Bestätigung von Echtheit und Zeitstellung empfohlen.
340 €
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