K O D E XSHOWROOM HELMSTEDT · ANTIQUORIUM · RÖMISCHE KAISERZEIT
Römische Bronzefibel mit Kugelknöpfen
KODEX ANTIQUORIUM · BRONZE · 2. JH. N. CHR.

Römische Bronzefibel mit Kugelknöpfen

Gegossene Gewandspange der römischen Kaiserzeit — der Knopf, der den Mantel hielt und den Rang zeigte.
Bronzeguss, nachbearbeitet · H 2,5 · B 4,5 · T 6 cm · 50 g · Italien · um 150 n. Chr.
🎧 Die Geschichte zu diesem Stück
„Der Knopf, der den Mantel hielt" — aus der Zeit, als Antoninus Pius regierte (138–161)
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Stil · Antike · 800 v.Chr.–500
Das Fundament der abendlaendischen Kunst — ideale Proportion, Tempel und Goetterstatuen aus Marmor und Bronze.

DAS OBJEKT

Eine massiv in Bronze gegossene Fibel — eine antike Gewandspange — mit hochgezogenem Bügel und kugeligen Knopfenden, die der Form ihren Namen geben: Typ 'Kugelknopf', verwandt der Familie der Dreiknopf- und Bügelfibeln. Der Guss wurde nach dem Abkühlen von Hand nachgearbeitet, geglättet und überfeilt. Mit 50 Gramm liegt sie kompakt und handlich in der Hand. Die warme, gewachsene Patina und der gute Erhaltungszustand lassen Bügel, Knöpfe und Fußpartie klar ablesen.

LEBEN & GEBRAUCH

Diese Spange funktionierte wie eine antike Sicherheitsnadel: eine federnde Nadel, durch zwei Stofflagen gestochen, rastete in einen Nadelhalter ein — und hielt. Damit raffte ein Mensch der Kaiserzeit seinen schweren Mantel, den die Soldaten 'sagum' nannten, an der rechten Schulter zusammen, sodass der Schwertarm frei blieb. Knöpfe wie unsere kannte das Heer und die Verwaltung: Männer trugen sie täglich im Lager, auf dem Marsch, am Limes. Kein Knopf, keine Naht — die Fibel war der Verschluss, ohne den der Mantel zu Boden fiel.

BILD & BEDEUTUNG

Was als praktischer Verschluss begann, wurde zum Rangzeichen. Aus dieser Knopf-Bügel-Familie entwickelten sich später, im 3. und 4. Jahrhundert, die berühmten Zwiebelknopffibeln, die Kaiser an Offiziere und Beamte verschenkten — getragene Insignien von Amt und Würde. Das Material sprach mit: Bronze für den Dienst, Silber und Gold für die Spitze. Wer eine solche Spange trug, zeigte, dass er dazugehörte. Die kugeligen Knöpfe sind kein Zierrat allein, sondern das sichtbare Erbe einer Form, die Macht und Zugehörigkeit lesbar machte.

ZEIT & KULTUR

Datierung um 150 n. Chr., mitten in die hohe römische Kaiserzeit, provinzialrömischer Kulturkreis; als Herkunftsregion nennt der Bestand Italien. Verwandte Knopffibeln verbreiteten sich weit über das Reich — die Donauprovinzen mit Pannonien (heute Ungarn) gelten dabei als ein Kernraum solcher Formen, hier rein als kulturhistorischer Vergleich, nicht als Fundort dieses Stücks. Die Typenangabe ('Kugelknopf', Dreiknopf) ordnet das Objekt in die etablierte Fibel-Systematik ein und ist am Original feinzubestimmen. Vergleichsstücke liegen in großen Sammlungen, etwa im Metropolitan Museum. Im Kodex-Datenbestand verknüpft als #193, eingebettet in Zeitstrahl und Lexikon der römischen Tracht.

Provenienz & Zustand

PROVENIENZ · ZUSTAND · RECHTLICHES (KGSG): Provenienz nicht dokumentiert; legaler Erwerb vorausgesetzt. Ein konkreter Fundort wird nach den Vorgaben des Kulturgutschutzgesetzes ausdrücklich NICHT behauptet — genannte Fundregionen (z. B. Pannonien) dienen allein als kulturhistorischer Vergleichskontext, nicht als Herkunft dieses Stücks. Zustand: gut, gewachsene Patina, vollständiger Bügel mit Kugelknöpfen. Typologische Einordnung am Original zu präzisieren.
65 €
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